Leben in der Staumauer
Die Sagi Hegi ist ein fünfgeschossiger Sicht-Kalksandsteinbau, der langsam von Glyzinien und Knöterich überwuchert wird, und parallel dazu der holzverkleidete Ateliertrakt. Dazwischen liegen halböffentliche Aussenräume - Platz unter Bäumen, die auf die verschiedensten Arten genutzt werden.
Die Planung beginnt Mitte der Achtzigerjahre mit einem Architekturwettbewerb, den Fritz Schmocker mit seinem Projekt „Made by Hand“ für sich entscheidet. Nach einer langen Durststrecke (konzeptionelle Diskussionen, blockiertes Bewilligungsverfahren, schwierige Finanzierung) fahren 1990 schliesslich die ersten Baumaschinen auf, und 1992 kann das Haus bezogen werden.
Als 100 m langer, doppelter architektonischer Riegel markiert die Sagi den Übergang vom alten Dorf Hegi zu den „städtischen“ Agglomerations-Wohnblöcken im Westen.
Insgesamt gibt es in der Sagi 44 Wohnungen von 2 bis 7.5 Zimmern; zu allen gehört ein privater Aussenbereich (Balkon oder Garten). Im Süden liegen die Nutzgärten der Siedlung, vom allgemeinen Aussenraum abgetrennt durch einen Sitzplatz mit Pergola und Grillstelle.
In den grösseren Wohnungen leben vor allem Familien mit Kindern aller Altersstufen, in den Kleinwohnungen Einzelpersonen und Paare. Dazu kommt eine WG mit etwa 6 jungen Erwachsenen. Insgesamt zählt die Sagi rund 135 Bewohnerinnen und Bewohner, davon etwa 60 Kinder und Jugendliche.
Allgemein zugänglich sind im Kellergeschoss ein Musik-Übungsraum, ein Fitnessraum, eine Schreinerwerkstatt, ein Bastelraum mit Veloreparaturecke, dazu der grosse Gemeinschaftsraum im Ateliertrakt – und natürlich die grosszügigen Aussenräume mit Spielwiese, Kiesplatz (der vor allem für Pétanque genutzt wird), einem Wasser-Spielplatz für die Kleinen und einer Grillstelle.
Dass 2012 die Sagi Hegi 20 Jahre alt wurde, zeigte sich nicht nur in den zahlreichen festlichen Aktivitäten, mit denen der Geburtstag begangen wurde – unter anderem entstanden ein Jubiläumsfilm und eine Sagi-Chronik -; es zeigt sich auch in der Notwendigkeit umfangreicher Renovationsarbeiten, die 2013 beendet sind.